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Wahlticker
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Was ist eine Stichwahl?

Bei der Wahl von Bürgermeister*innen oder Landrät*innen gilt: Nur wer über 50% der Stimmen bekommt, hat die Wahl für sich entschieden. Wenn das im ersten Wahlgang niemand schafft – was gar nicht so selten ist – müssen die zwei Kandidierenden mit den meisten Stimmen in die Verlängerung. Also zur Stichwahl.

Dann heißt es: eine neue Runde, zwei Wochen später, diesmal nur mit den beiden „Finalist*innen“. Du bekommst einen neuen Wahlzettel, auf dem nur noch zwei Namen stehen – und wieder eine Stimme. Fertig. Der oder die mit den meisten Stimmen gewinnt. So einfach ist das Prinzip.

Wenn es ganz knapp wird

Wenn zwei Kandidat*innen im ersten Wahlgang exakt gleich viele Stimmen bekommen, entscheidet das Los. Und zwar ganz offiziell – gezogen von der Landeswahlleiterin. Auch in der Stichwahl kann das passieren. Und auch da: Wenn es wirklich auf die Stimme genau gleich ist, kommt wieder das Los zum Einsatz. All das ist gesetzlich geregelt. Und noch ein Sonderfall: Stirbt eine Kandidat*in oder verliert ihr aktives Wahlrecht vor der Stichwahl, dann muss die ganze Wahl komplett wiederholt werden.

Warum steht der Stichwahl-Termin schon vorher fest?

Ganz einfach: Damit alle vorbereitet sind. Auch wenn es noch gar nicht klar ist, ob es überhaupt zu einer Stichwahl kommt, wird der Termin direkt von Anfang an mitgeplant. Dieses Mal ist das der 28. September 2025 – also zwei Wochen nach den eigentlichen Kommunalwahlen. Wahllokale öffnen dann wie sonst auch um 8 Uhr.

Bei der letzten Kommunalwahl 2020 gab es ordentlich was zu tun für die Wahlberechtigten: In 117 Städten wurde per Stichwahl entschieden, wer (Ober-) Bürgermeister*in wird und in elf Kreisen ging es um die Landrät*in. Das zeigt: Stichwahlen sind alles andere als die Ausnahme. Bei dieser Wahl sind es sogar noch mehr geworden. Voraussichtlich 147 Stichwahlen wird es geben, in fast allen Großstädten verlängert sich also der Wahlkampf noch einmal um zwei Wochen.

Deine Stimme zählt – manchmal sogar doppelt! Auch wenn eine Stichwahl auf den ersten Blick wie eine lästige Zusatzrunde wirkt: Sie sorgt dafür, dass am Ende jemand ins Amt kommt, der oder die wirklich von einer Mehrheit getragen wird. Und das ist für eine starke Demokratie wichtig. Von daher: Geht wählen – auch am 28. September!

Für gleichberechtigte politische Teilhabe und Demokratieförderung stehen wir auch auf Instagram ein.

Stay tuned 🡒 @bethechange_nrw